Brahms: Ein deutsches Requiem

Romantische Chorsymphonik mit der Evangelischen Stadtkantorei

Sonntag, den 7. November, 18.00 Uhr
Christuskirche Bremerhaven

CHORKONZERT MIT DER EVANGELISCHEN STADTKANTOREI BREMERHAVEN
Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem
Roger Matscheizik: Vier Abendlieder (Uraufführung)

Sopran: Victoria Browers
Bariton: Andreas Heinemeyer

Bremerhavener Kammerorchester
Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven
Leitung: Eva Schad

2G - Teilnahme nur für Geimpfte und Genesene möglich!

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Eintritt

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Unter den im 19. Jahrhundert entstandenen Werken für Chor und Orchester nimmt ›Ein deutsches Requiem‹ von Johannes Brahms durch seine individuelle Gestaltung eine Sonder­stellung ein. Brahms zog für den Text, den er selbst zusammen­stellte, zahlreiche Bibelstellen aus dem Alten und dem Neuen Testament heran. Grenzte sich Brahms einerseits durch die Benutzung des deutschen Bibelworts von den Requien und Mess­vertonungen des 19. Jahrhunderts ab, so schuf er andererseits durch die Auswahl der Texte eine kontemplativ ausgerichtete Vorlage, die keine Ähnlichkeiten mit dem typischen dramatischen Handlungszug eines Oratoriums zeigt. Die Vorgehens­weise, Trauermusik auf der Grundlage ausgewählter Bibel­stellen zu verfassen, war in der protestantischen Kirchenmusik des Barock, wie z.B. in den Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz (1636) und dem Actus tragicus von Johann Sebastian Bach (1708) historisch vorgezeichnet. So macht sich im Deutschen Requiem ein durch den Historismus geschichtlich geweitetes Bewusstsein bemerkbar.

Inhaltlich ließ Brahms in seiner Textwahl alle Anspielungen auf das Jüngste Gericht, die Strafe Gottes und den Erlösungstod Jesu aus, und konzentrierte sich stattdessen auf den Gedanken der irdischen Vergäng­lichkeit, aber auch des Trostes und der Hoffnung. An Brahms’ musikalischer Realisation des Textes wurde schon in den zeit­genössischen Besprechungen die Vielfalt der musikalischen Charaktere, die vom Melancholisch-elegischen bis zum Dramatischen reichen, bewundert.

Für die Uraufführung am 18. Februar 1869 wählte Brahms mit Leipzig einen Ort im vorwiegend protestantisch geprägten norddeutschen Raum, wo sich das Werk sofort einen festen Platz im Repertoire eroberte.