Telemann: Der Tag des Gerichts

Chorkonzert des Bremerhavener Kammerchores

Sonntag, den 15. März, 17.00 Uhr
Christuskirche Bremerhaven

›Der Tag des Gerichts‹
Oratorium von Georg Philipp Telemann

Sopran: Margaret Hunter
Altus: Matthias Dähling
Tenor: Manuel König
Bass: Luciano Lodi

Bremerhavener Kammerchor
Bremer Barockorchester
Leitung: Eva Schad

Eintritt: € 16,– (14,–); 14,– (12,–); 12,– (10,–); 10,– (8,–); 8,– (6,–); 0,–

Vorverkauf:
Buchandlung Hübener (An der Mühle 34, Tel. 0471-321 45)
Tourist-Info Mitte und Fischereihafen
City-Hotel (Schillerstr. 8)
sowie online unter: www.kreiskantorat-bremerhaven.de/konzerte/karten

Die Vorstellung des bevor­stehenden Welt­untergangs, der Apokalypse und des Jüngsten Gerichts hat Komponisten immer wieder zu ungewöhnlichen, oftmals drastischen Werken angeregt. Der Aufklärer Georg Philipp Telemann hat die in der Offenbarung des Johannes überlieferte christliche Erzählung vom Ende der Welt 1760 als einer der ersten Komponisten in ein ganzes Oratorium verwandelt. Bei ihm findet die Apokalypse in einem wahren Feuer­werk spät­barocker Ausdrucks­mittel tatsächlich auch musikalisch statt! Vorher aber diskutieren der Unglaube und die Vernunft, der Spötter und die Andacht, der Evangelist Johannes und Jesus höchst selbst miteinander die Wahr­scheinlichkeit eines solchen Ereignisses: Grandiose Musik und ein anregendes, spät­barockes Lehr­stück über das Ende aller Tage!

Johannespassion 2025

Das Ineinander­greifen von Bibelwort und Kommentar prägt den Charakter und die Dramaturgie der Bach’schen Passionen. Johann Sebastian Bachs Johannes­passion von 1724 ist nicht nur eines der bekanntesten und volks­tümlichsten Werke des Leipziger Thomas­kantors, sondern die vielleicht dramatischte Vertonung der Leidens­­geschichte Jesu überhaupt. In den aufgewühlten Turbae-Chören und im Sprechgesang der Rezitative vergegenwärtigt Bach den Handlungs­fortgang des biblischen Berichtes. An die Seite der musik­dramatischen Schilderung treten reflektierende Teile – einerseits der subjektiv verinnerlichte Kommentar der ›frommen Einzel­seele‹ in den lyrischen Arien und andererseits der ›objektive‹ Kommentar der christlichen Gemeinde in den Chorälen. Die Einbeziehung persönlicher Frömmigkeits­gefühle und empfindsamer Anteilnahme am Leiden Jesu stellen einen aktualisierenden ›Ich-Bezug‹ des biblischen Geschehens her, der uns auch heute noch – 250 Jahre nach Bach – unmittelbar anspricht und berührt.

Das Bremer Barockorchester wurde 2015 in einem der ältesten Alte-Musik-Zentren Europas gegründet und hat sich auf die Interpretation der Orchester­musik des Hoch- und Spät­barock spezialisiert. Im gleichen Jahr stellte das Ensemble erstmals die neue Konzert­reihe Barock & Umzu vor.

Das Ensemble besteht ausnahmslos aus Alte-Musik-Spezialisten, die an renommierten europäischen Einrichtungen ausgebildet wurden und ihre Erfahrungen bereits auf Bühnen in der ganzen Welt sammeln durften.