Chorkonzert des Bremerhavener Kammerchores
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Sonntag, den 15. März, 17.00 Uhr ›Der Tag des Gerichts‹ Sopran: Margaret Hunter Bremerhavener Kammerchor Eintritt: € 16,– (14,–); 14,– (12,–); 12,– (10,–); 10,– (8,–); 8,– (6,–); 0,– Vorverkauf: |
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Sonntag, den 15. März, 17.00 Uhr ›Der Tag des Gerichts‹ Sopran: Margaret Hunter Bremerhavener Kammerchor Eintritt: € 16,– (14,–); 14,– (12,–); 12,– (10,–); 10,– (8,–); 8,– (6,–); 0,– Vorverkauf: |
Die Vorstellung des bevorstehenden Weltuntergangs, der Apokalypse und des Jüngsten Gerichts hat Komponisten immer wieder zu ungewöhnlichen, oftmals drastischen Werken angeregt. Der Aufklärer Georg Philipp Telemann hat die in der Offenbarung des Johannes überlieferte christliche Erzählung vom Ende der Welt 1760 als einer der ersten Komponisten in ein ganzes Oratorium verwandelt. Bei ihm findet die Apokalypse in einem wahren Feuerwerk spätbarocker Ausdrucksmittel tatsächlich auch musikalisch statt! Vorher aber diskutieren der Unglaube und die Vernunft, der Spötter und die Andacht, der Evangelist Johannes und Jesus höchst selbst miteinander die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses: Grandiose Musik und ein anregendes, spätbarockes Lehrstück über das Ende aller Tage!
Das Ineinandergreifen von Bibelwort und Kommentar prägt den Charakter und die Dramaturgie der Bach’schen Passionen. Johann Sebastian Bachs Johannespassion von 1724 ist nicht nur eines der bekanntesten und volkstümlichsten Werke des Leipziger Thomaskantors, sondern die vielleicht dramatischte Vertonung der Leidensgeschichte Jesu überhaupt. In den aufgewühlten Turbae-Chören und im Sprechgesang der Rezitative vergegenwärtigt Bach den Handlungsfortgang des biblischen Berichtes. An die Seite der musikdramatischen Schilderung treten reflektierende Teile – einerseits der subjektiv verinnerlichte Kommentar der ›frommen Einzelseele‹ in den lyrischen Arien und andererseits der ›objektive‹ Kommentar der christlichen Gemeinde in den Chorälen. Die Einbeziehung persönlicher Frömmigkeitsgefühle und empfindsamer Anteilnahme am Leiden Jesu stellen einen aktualisierenden ›Ich-Bezug‹ des biblischen Geschehens her, der uns auch heute noch – 250 Jahre nach Bach – unmittelbar anspricht und berührt.
Das Bremer Barockorchester wurde 2015 in einem der ältesten Alte-Musik-Zentren Europas gegründet und hat sich auf die Interpretation der Orchestermusik des Hoch- und Spätbarock spezialisiert. Im gleichen Jahr stellte das Ensemble erstmals die neue Konzertreihe Barock & Umzu vor.
Das Ensemble besteht ausnahmslos aus Alte-Musik-Spezialisten, die an renommierten europäischen Einrichtungen ausgebildet wurden und ihre Erfahrungen bereits auf Bühnen in der ganzen Welt sammeln durften.